11.08.2008 Eine Eintrittskarte für die Zukunft Das Team des Otto-Hahn-Gymnasiums aus Böblingen siegt im europäischen Wettbewerb der Schülerfirmen Die Konkurrenz war hart, so wie im wirklichen Leben. Sechzehn Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums aus Böblingen sind vor einem Jahr unter die Nachwuchsunternehmer gegangen und sind mit ihrer Firma Image.BB Europameister der Schülerfirmen geworden. Beim Wettbewerb setzten sie sich zuerst gegen 400 weitere Schülerprojekte aus Deutschland durch und schlugen dann in der Endausscheidung in Stockholm weitere 32 europäischen Kandidaten.
Die Nachwuchsunternehmer hatten die Idee, einen Imagefilm über Böblingen zu drehen, der kurz und knapp, aber pfiffig und ansprechend eine filmische Visitenkarte der Stadt abliefert. Mittlerweile sind die ersten 1000 DVDs ausverkauft und die Macher von Image:BB haben eine eigene Firma gegründet, um die zweite Auflage zu produzieren. „Have a look at BB“ lockt der kurze Streifen seine Zuschauer, einen Blick auf Böblingen zu werfen - ideal nicht nur für die Stadt, sondern auch für viele Firmen im Umland, die sich auf einer Messe präsentieren und den Film erworben haben.
Die Jury hat nicht allein das Produkt bewertet, sondern auch Firmenstruktur und Organisation, Umsetzung und Entwicklung, Auftreten und Teamgeist, alle Kriterien, die für eine erfolgreiche Firma entscheidend sind. Denn wer sein Produkt nicht gut präsentieren kann, landet im Abseits. Die Böblinger Schüler machten alles richtig. Sie verpackten die Vorstellung wie ein rasantes Theaterstück, zeigten Selbstbewusstsein und blieben locker. Damit stachen sie andere Teams aus, die vorne mitspielten, wie etwa die Schweizer, die einen kleinen Alarmgeber für Frauen bewarben oder die Schweden, die Unterwäsche mit eingearbeiteten Kondomtaschen an den Mann bringen wollten. Gänsehautgefühle stellten sich dann bei der Verleihung in der Stockholmer City Hall, dort, wo sonst die Nobelpreise vergeben werden, erzählen die Schüler.
Doch bis es so weit war, hatte das gesamte Team zusätzlich zur Schule über Monate hinweg auch an den Wochenenden geschuftet – echte Unternehmer eben. Ab und an holten sich die Jungunternehmer Unterstützung von erfahreneren Zeitgenossen. Mit Rat und Tat standen dem Team unter anderen zwei Wirtschaftspaten vom Verein Senioren helfen Junioren zur Seite. Gabriele Imhof-Bartok, Lehrerin am Otto-Hahn-Gymnasium, die bereits im dritten jahr ein Schülerteam in den Wettbewerb begleitet hat, erklärt: "Die Schüler lernen durch die Praxis und im Idealfall bin ich dann nicht mehr Lehrerin, sondern Partnerin, aber vor allem sind die Erfahrungen, für alle Teilnehmer Gold wert und eine Eintrittskarte für die Zukunft."
http://www.image-bb.d Zurück zur Übersicht |