07.12.2007 Forscher aus Stuttgart erhält Leibniz-Preis 2008 Nanowissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Festkörperforschung für bahnbrechende Grundlagenforschung ausgezeichnet Professor Klaus Kern vom Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart-Vaihingen ist einer der elf Preisträger des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises 2008. Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verliehene und mit 2,5 Millionen Euro dotierte Auszeichnung ist der wichtigste deutsche Forschungspreis.
Klaus Kern erhält die Auszeichnung für seine Pionierarbeiten zur Analyse und zum Aufbau von Oberflächenstrukturen auf atomarer Ebene. Seine Forschungen unter Anwendung der Rastertunnelmikroskopie gelten international als Meilensteine, wie die DFG in ihrer Laudatio betont. So setzen Labore in der ganzen Welt eine von Kern entwickelte Methode ein, mit der metallische Nanostrukturen hergestellt werden. 2002 gelang es Kern, den bis dahin kleinsten Festkörper-Magneten zu bauen – aus einer Kette von nur rund 80 Atomen. Die dabei gewonnen Erkenntnisse über das Verhalten einzelner Atome haben auch die Entwicklung bestimmter Nanomaterialien vorangetrieben, wie sie auch bei der Datenspeicherung eingesetzt werden.
Der seit 1986 vergebene Leibniz-Preis ist die angesehenste Auszeichnung für Forscher in Deutschland. DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner verwies anlässlich der Bekanntgabe der Preisträger darauf, dass der Preis weltweit ein Gradmesser für höchste wissenschaftliche Qualität sei. Sechs der Preisträger der vergangenen Jahre hätten nach dem Leibniz-Preis auch den Nobel-Preis erhalten.
Professor Klaus Kern ist seit 1998 Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart-Vaihingen. Im Zentrum der Arbeit dieser Einrichtung stehen Forschungsarbeiten zu materialwissenschaftlichen Fragenstellungen, die schon mit zahlreichen bedeutenden Forschungspreisen gewürdigt wurden. Am Institut ist unter anderem auch der Nobelpreisträger Klaus von Klitzing tätig.
Die Region Stuttgart belegt in der angewandten Forschung bundesweit einen Spitzenplatz. Die renommierten Institute der zwei Universitäten und elf Fachhochschulen, die zahlreichen Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und vieler weiterer Institutionen arbeiten eng mit der Industrie zusammen und stärken die Innovationskraft des Standortes Region Stuttgart. Zurück zur Übersicht |