24.10.2007 Kleine Forscher sind die großen von morgen Erfolgsmodell wird ausgebaut:Universitäten Hohenheim und Stuttgart kooperieren bei Kinderuni Neugierig sein, Fragen stellen, Spaß an der Sache und Lösungen suchen - nicht anders gehen die "großen" Forscher vor. Das ist auch entscheidend für den Erfolg der Region Stuttgart, des Hightechstandortes Nummer Eins in Europa, dessen Zukunftsfähigkeit eng mit Innovationen verknüpft ist. Ein Viertel aller Beschäftigten in der Region Stuttgart nehmen eine hochqualifizierte Arbeitsstelle ein - das ist bundesweiter Rekord. Nun können wissenshungrige Acht- bis Zwölfjährige Neugierde und Wissensdurst an zwei Universitäten stillen.
Ab diesem Semester wird die Kinderuniversität aus dem Studium schnupperale der Universität Hohenheim um Vorträge von Professoren der Universität Stuttgart bereichert. Unter dem Namen "Kinderuniversität Hohenheim-Stuttgart" wollen die zwei Hochschulen die sechs Freitags-Vorlesungen im Jahr auf beide Standorte verteilen. Die Zusammenarbeit ist Teil einer vertieften Kooperation zwischen beiden Universitäten der Landeshauptstadt.
Mit Fragen wie "Warum brennt eine Kerze?", "Warum brauchen Kühe ein Zuhause?" oder "Warum klettert der Dax?" startete die Hohenheimer Kinderuni vor fünf Jahren mit großem Erfolg. Wie die Großen erhielten alle Kinder einen Studierenden-Ausweis, stärkten sich vor der Vorlesung in der Mensa und schwammen sich schon mal von ihren Eltern frei - denn die durften das akademische Geschehen nur vom Nachbar-Hörsaal aus auf Monitoren verfolgen.
Mitveranstalter der Kinderuni sind die Initiative zur Förderung "Hochbegabter Kinder e.V.", die bei der Themenfindung beratend und organisatorisch zur Seite steht und sowie die Stadt Stuttgart, die ergänzend zu bestimmten Vorlesungsthemen Besichtigungen anbieten wird. Als Medienpartner fungiert die Stuttgarter Zeitung. "Wir sind sehr stolz darauf, dass das Modell unserer Kinder-Uni für unsere neuen Kooperationspartner so attraktiv ist, dass sie gerne mitmachen möchten. Für unsere Kinder-Studenten bedeutet das ein wesentlich breiteres Angebot: Neben den Hohenheimer Wissenschaftsschwerpunkten in Natur-, Agrar- sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wird die Kinderuni, dank der Universität Stuttgart, auch Vorlesungen in Ingenieur-, weiteren Natur- sowie Geisteswissenschaften anbieten", freut sich der Rektor der Universität Hohenheim, Hans-Peter Liebig.
"Von der Zusammenarbeit werden alle Beteiligten profitieren", meintWolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, der den Reigen der Stuttgarter Vorträge selbst eröffnen wird und im Januar dem jungen Publikum die Frage "Warum rutscht das Auto?" beantworten. In den vergangenen Jahren war die immense Nachfrage nur über die Hilfe der Stuttgarter Zeitung zu bewältigen.die über ihr Call Center die Karten für die Kinderuni vergab.
Gemeinsame Erfahrungen in Sachen Kinderbildung haben beide Universitäten durch das Fehling Lab-Schülerlabor gemacht, das jede Woche vier bis fünf Schulklassen zum anschaulichen Experimental-Unterricht in Chemie beherbergt. Die Universität Hohenheim bietet im Rahmen des Studiums schnupperale außerdem noch die Schüleruni mit Vorlesungen speziell für Oberstufenschüler und das Frühstudium an, bei dem besonders begabte und interessierte Schüler gemeinsam mit regulären Studenten ausgewählte Vorlesungen besuchen. Ein vergleichbares Angebot gibt es an der Universität Stuttgart. Ganz unverbindlich können Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in Form eines Schnupperstudiums an Vorlesungen teilnehmen. Für Hochbegabte gibt es auch hier ein Frühstudium.
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