26.04.2006 High-Tech-Gründerfonds finanziert bereits viele Gründer aus der Wissenschaft Zahl der Beteiligungszusagen weit über den Erwartungen Der High-Tech-Gründerfonds, der erst vor einigen Monaten gestartet wurde, hat die Erwartungen weit übertroffen. Angetreten ist der Fonds, um die Lücke auf dem deutschen Markt für Seed-Finanzierungen zu schließen. Er engagiert sich in der ganz frühen Gründungsphase (Seed-Phase) mit bis zu 1 Mio. € Beteiligungsfinanzierung je Gründungsvorhaben.
Bundesminister Glos: "In 25 Fällen konnten wir schon Beteiligungszusagen erteilen. Darunter befinden sich sehr Erfolg versprechende Unternehmen mit starker technologischer Basis und hoher unternehmerischer Kompetenz."
Die deutliche Mehrheit sind Gründer aus der Wissenschaft, die auf langjährige Forschungsarbeiten der Wissenschaft zurückgreifen und so zum Transfer von Forschungsergebnissen in die wirtschaftliche Anwendung beitragen. Angelegt ist der High-Tech-Gründerfonds als Public-Private-Partnership. Das BMWi, die KfW Bankengruppe sowie die Industrieinvestoren BASF, Deutsche Telekom und Siemens speisen den Fonds.
Bundesminister Michael Glos: "Es würde mich freuen, wenn sich weitere Industrieinvestoren zu einem Engagement mit Kapital und Know-how bereit fänden."
Mit dem Volumen von 262 Mio. € sollen durch den High-Tech-Gründerfonds in den kommenden Jahren bis zu 300 neu entstehende Technologiefirmen mit Beteiligungskapital ausgestattet werden. Darüber hinaus bietet der High-Tech-Gründerfonds ein Netzwerk von Beratern, die die Unternehmen vor allem in kaufmännischen und Managementfragen unterstützend begleiten.
In Deutschland ist gerade der "Transfer über Köpfe" aus der Wissenschaft in die Wirtschaft noch deutlich steigerungsfähig. Mit der bevorstehenden Neuausrichtung des Programms "EXIST - Existenzgründungen aus Hochschulen" verbessert das BMWi darüber hinaus das Gründungsklima an Hochschulen und in ihrem Umfeld und unterstützt konkrete Ausgründungsvorhaben. Technologisch sehr anspruchsvollen Projekten wird künftig eine höhere Aufmerksamkeit gewidmet und so der Übergang zum High-Tech-Gründerfonds erleichtert.
Deutlich überplanmäßig hat sich der ERP/EIF-Dachfonds entwickelt, der sich an Beteiligungskapitalfonds für junge, innovative Unternehmen beteiligt. Der ERP/EIF-Dachfonds wurde gemeinsam vom Europäischen Investitionsfonds (EIF) sowie dem ERP-Sondervermögen mit je 250 Mio. Mio. € ausgestattet und wird vom EIF verwaltet. Der Dachfonds hat bereits knapp 200 Mio. € Fondsvolumen gezeichnet; weitere 180 Mio. € hat das BMWi genehmigt. Daneben beteiligt sich der ERP-Startfonds bei Einzelvorhaben zusammen mit anderen Investoren.
Insgesamt werden die Mittel aus dem Bundeshaushalt für den innovativen Mittelstand im BMWi von 450 Mio. € in 2005 auf 685 Mio. € in 2009 ansteigen; daneben engagiert sich das ERP-Sondervermögen mit einem jährlichen Volumen in Milliardenhöhe. Jeder Euro Zuschuss mobilisiert durchschnittlich weitere zwei Euro privates Geld; die Hebelwirkung der Beteiligungs- und Darlehensförderung liegt noch deutlich darüber.
Bundesminister Michael Glos: "Mit den öffentlichen Mitteln für den innovativen Mittelstand in Höhe von 2,4 Mrd. € für die Jahre 2006 bis 2009 wird ein Innovationsvolumen von über 10 Mrd. € angestoßen."
Quelle: http://www.bmwi.de Zurück zur Übersicht |