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06.02.2006

Wie wird man Visionär?

Seit fünf Jahren gibt es den Studiengang Entrepreneurship an der Universität Hohenheim. In einer vergleichenden Studie wurde der Lehrstuhl auf Platz 1 gesetzt.

Seit fünf Jahren gibt es den Studiengang Entrepreneurship (SEH) an der Universität Hohenheim. In dieser Zeit hat sich der Lehrstuhl als führendes Angebot der Hochschulen in Baden-Württemberg etabliert. Zusätzlich gab es eine glänzende Bewertung im Ranking der deutschen Entrepreneur-Lehrstühle: Hohenheim erhielt in einer Studie der Uni Regensburg die mit Abstand beste Platzierung aller Hochschulen im Land. Auch bundesweit glänzt der SEH, er kam bereits zum dritten Mal auf einen hervorragenden vierten Platz auf der Liste mit insgesamt 72 Universitäten. Die Studie hebt besonders den Ausbau des Lehrangebots und die verbesserten Bedingungen für Aus- und Neugründungen hervor..

Karl Schlecht, Gründer der Putzmeister AG, die von der Region Stuttgart aus die Welt eroberte, hat den Lehrstuhl gestiftet. Seine Definition mutigen Unternehmertums hat der SEH als Motto übernommen: „Entrepreneur ist, wer immer wieder auf dem Weg zu seiner Vision über sich hinaus wächst und andere mitzieht, so dass alle gewinnen“.

Der Lehrstuhl ergänzt das bestehende Lehrangebot und steht auch den Studierenden der Universität Stuttgart offen. Jährlich starten etwa 40 bis 60 Absolventen des Grundstudiums. Neben Studenten der Biologie und verwandter Fächer sowie Agrarwissenschaftlern hat sich das Team des Hohenheimer Lehrstuhls um Professor Christoph Müller zum Ziel gesetzt, verstärkt Studenten naturwissenschaftlicher und technischer Studiengänge anzusprechen.

Wie wird man Unternehmer? Die Existenzgründung reizt immer mehr Hochschulabsolventen. Doch ohne wirtschaftliches Fachwissen, können unternehmerische Herausforderungen nicht professionell gemeistert werden. In der Praxis sieht das Aus- und Weiterbildungsprogramm Entrepreneurship ein dreistufiges Programm vor. Es gliedert sich in klassische Vorlesungen, gefolgt von Stufe zwei, die aus Training in Form von Planspielen, selbst entwickelten Fallstudien und Workshops besteht. In Stufe drei werden Lösungen für reale Probleme aus einem Unternehmen entwickelt. Dafür arbeitet der SEH in Kooperationsprojekten eng mit einer Reihe von Unternehmen zusammen.

Beim Ideenwettbewerb „Test Your Ideas“ können Studierende ihre eigenen Visionen bewerten und auf Umsetzbarkeit prüfen lassen. Mit den Fachhochschulen Esslingen und Nürtingen, der Hochschule für Technik Stuttgart und der Merz Akademie konnten neue Kooperationspartner gewonnen werden.

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